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Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne |
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Die größte Unterrichtsstunde der Welt - mehr als 8,8 Millionen Menschen waren dabei! Am 23. April pünktlich um 10 Uhr war es soweit: Millionen Menschen rund um den Globus nahmen an der "größten Unterrichtsstunde der Welt" teil. Die Bedeutung von "guter Bildung für alle" stand dabei auf dem Stundenplan. Die Auszählung ergab: Insgesamt haben sich mehr als 8,8 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene - darunter auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker - in über 100 Ländern am Weltrekordversuch beteiligt. Laut Guinness World Records wären für einen Weltrekord zwei Millionen Teilnehmende nötig. Demnach ist schon jetzt ein Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde sicher. Das ist ein überwältigender Erfolg und gleichzeitig ein deutliches Zeichen für mehr Engagement in der Förderung von Bildung. Denn noch immer können rund 774 Millionen Erwachsene weltweit weder lesen noch schreiben und über 72 Millionen Kinder - das entspricht in etwa der Gesamtzahl aller Schulkinder Westeuropas und der USA - gehen nicht zur Schule. Auch in Deutschland haben über 16000 Schülerinnen und Schüler am Weltrekordversuch der Globalen Bildungskampagne mitgemacht. Während der Schulstunde lernten sie mehr über die Gründe für den Bildungsmissstand, was es für Kinder in armen Ländern heißt, ohne Lesen und Schreiben zu können durchs Leben gehen zu müssen und welche geringen Chancen diese Kinder haben, ohne Bildung jemals der Armut zu entkommen. Zudem erfuhren die Kinder und Jugendlichen, was überhaupt nötig ist, um gut lernen zu können. Ein Schulgebäude beispielsweise oder gut ausgebildete Lehrer sowie genügend Lernmaterialien sind in den meisten armen Ländern leider keine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus verdeutlichte die "Schulstunde" dass es oftmals die ohnehin schon benachteiligten Gruppen einer Gesellschaft sind, denen das Recht auf Bildung verwehrt wird. Dazu gehören Menschen mit Behinderung, Mädchen und Frauen, Kinder, die in Konfliktregionen aufwachsen und Kinder, die arbeiten müssen, anstatt zur Schule zu gehen Die Begeisterung für die "größte Unterrichtsstunde" war bundesweit: Von Schleswig- Holstein über Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Bayern und Baden-Württemberg - im ganzen Land gab es für viele Schulen an diesem Tag nur ein Thema: Die schlechte Bildungssituation in armen Ländern. Einzelne Klassen oder auch die gesamte Schule - wie beispielsweise die Peter-Ustinov- Gesamtschule in Mohnheim oder die Hamburger Geschwister Scholl Gesamtschule - nahmen teil. Manche Schulklassen gingen dabei sogar noch einen Schritt weiter: So luden sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Von-Bülow-Gymnasiums in Neudietendorf Gäste aus der Politik und Wirtschaft ein. Die Gäste staunten nicht schlecht, mit welchem Engagement sich die Schulklasse den geringen Bildungschancen vieler Menschen weltweit widmete. Als Ergebnis der Unterrichtsstunde wurde eine Petition formuliert, und im Anschluss an den Vertreter des Kreistages übergeben. Fotos und Dokumentationen über die Teilnahme der Schulen an der größten Unterrichtsstunde finden Sie hier. Eine Übersichtskarte mit allen Schulen, die am Weltrekordversuch und an der Aktion "Politiker/innen zurück in die Schule" teilgenommen haben, sowie Links zu Fotos, Videos und Dokumentationen finden Sie hier. Doch nicht nur in Schulen war die Begeisterung für den Weltrekordversuch groß: So haben in Chemnitz über 1600 junge Rapper, die sich für den größten "Goethe-Rap" zusammengefunden hatten, zuvor an der größten Unterrichtsstunde teilgenommen. Und in der JVA Aachen gab es Unterricht hinter Gittern: Bestätigt vom Trainer von Alemannia Aachen (Jürgen Seeberger) und der Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheidt, waren insgesamt 27 Inhaftierte mit dabei. Am Ende der "Unterrichtsstunde" haben die Inhaftierten ihren Unmut über die Bildungsmissstände in armen Ländern in Form einer übergroßen Pappfigur zum Ausdruck gebracht, auf welche sie Forderungen und Klagen geschrieben hatten: "Hört auf mit den großen Reden - tut etwas!" und "Bildung braucht mutige Entscheidungen" war unter anderem dort zu lesen.
Das von den Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 formulierte Ziel, bis 2015 allen Kindern zumindest eine Grundbildung zu ermöglichen, ist noch immer in weiter Ferne. Bislang waren die Bemühungen vor allem seitens der reichen Industrieländer viel zu gering, um die gegebenen Versprechen wahr zu machen. Aus diesem Grund stand die "größte Unterrichtsstunde der Welt" unter dem Motto "Hand in Hand für Bildung - gleiche Chancen für alle!". Mit dieser Aktion wollte die Globale Bildungskampagne auf das Menschenrecht auf Bildung aufmerksam machen und unterstreichen, dass das Versprechen der "Bildung für alle" endlich wahrgemacht werden muss. Daher fordert die Globale Bildungskampagne: Genug der Worte! Politikerinnen und Politiker müssen lernen, ihre Versprechen zu halten!. Film der Global Campaign for Education zum Weltrekordversuch:
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AKTIONEN 2008
Welt"
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