Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne

 

 

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EU-Projekttag an deutschen Schulen

Am 22. Januar 2007 führen viele deutsche Schulen einen EU-Projekttag durch. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Mitglieder der Bundesregierung, zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments, die Ministerpräsidenten und Landtagsabgeordneten besuchen an diesem Tag Schulen und diskutieren mit Jugendlichen über Europa.

 

Der EU-Projekttag geht zurück auf eine Initiative der Bundeskanzlerin. Die Politikerinnen und Politiker wollen den Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um Jugendlichen europäische Politik näher zu bringen. Man könnte meinen, dass die Bundesregierung auch ohne einen solchen Tag mehr als genug zu tun habe, um ihr straffes Arbeitsprogramm für die nächsten sechs Monate durchzuziehen. Doch das Projekt der europäischen Einigung, das in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, zielt eben nicht nur auf wirtschaftliche Harmonisierung und politische Stärke, sondern auch auf Beziehungen und Bindungen. Jugendliche wachsen zwar heute ganz selbstverständlich im europäischen Kontext auf, aber sie müssen trotzdem darauf vorbereitet werden, sich gemeinsam mit Briten, Franzosen, Dänen, Rumänen und anderen für gemeinsame Ziele einzusetzen.

Den Schulen bleibt es selbst überlassen, welche Akzente sie beim Projekttag setzen wollen. Es ist zu erwarten, dass sich die Jugendlichen mehr für die Inhalte als für die komplizierten Mechanismen dieser Politik zeigen und beispielsweise danach fragen werden, ob ihnen die Europäische Union in Zukunft bessere Berufsperspektiven bieten wird.

 

„Wir werden uns bemühen, auf Ihre Fragen Antworten zu geben“, verspricht die Kanzlerin im Grußwort zur EU-Ratspräsidentschaft. Bei guter Vorbereitung haben Schulen jedoch darüber hinaus die Möglichkeit, den Jugendlichen ganz praktisch ihre eigenen Mitwirkungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dies wäre wünschenswert, da die Identifikation mit Europa bekanntlich steigt, wenn junge Menschen Vertrauen in ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten haben und die EU nicht nur als große Bürokratie wahrnehmen.

 

In den kommenden sechs Monaten hat Deutschland wegen der Ratspräsidentschaft noch stärker als sonst die Möglichkeit, europäische Politik entscheidend mit zu gestalten.  Dies betrifft auch die europäische Entwicklungspolitik, die international ein großes Gewicht hat. Die Globale Bildungskampagne mit ihrer auf Schulen ausgerichteten Aktionswoche will diese Chance nutzen, um möglichst vielen benachteiligten Kindern und Jugendlichen zum Recht auf Bildung zu verhelfen. Da in der Europäischen Kommission ein großes Interesse am Thema Bildung besteht, können deutsche Jugendliche zu einer starken Lobby werden.

 

Unser Vorschlag an Schüler: Macht euch am EU-Projekttag schlau über europäische Politik für Bildung und macht dann mit bei der Aktionswoche!

 

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