Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne |
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Die Aktionswoche in Deutschland Die Hauptaktivität während der Aktionswoche in Deutschland richtete sich direkt an den Bundeskanzler, Herrn Gerhard Schröder. Die Schulen verschickten Briefe, E-Mails oder Poster mit folgendem Appell: „Bitte setzen Sie sich nachdrücklich dafür ein, dass jedes Kind auf der Welt die Möglichkeit hat, eine Schule zu besuchen und eine Schulbildung guter Qualität erhält!“ Beispielsweise verschickte die Andert-Mittelschule in Ebersbach (Sachsen) insgesamt 12 Briefe mit 278 Unterschriften. Deutschlandweit beteiligten sich rund 3.000 Schülerinnen und Schüler an der Brief- und E-Mail-Aktion. In vielen Klassenzimmern von der ersten bis zur Abitursklasse wurde diskutiert, Poster gebastelt, Gedichte geschrieben und echte Lobby-Arbeit mit Lokal-, Landes- und Bundespolitikern betrieben: Eine Klasse der Realschule Oberaden in Bergkamen-Oberaden (Nordrhein-Westfalen) lud den Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz zu einer Diskussion ein. „Er war ernsthaft interessiert und selbstkritisch. Er ist der Meinung, dass sich mehr Politiker mit dem Thema befassen sollten und möchte sich dafür einsetzen. Das motiviert auch die Schüler“, berichtet ein Lehrer. In der Comenius-Schule in Johanngeorgenstadt (Sachsen), baten 79 Schülerinnen und Schüler die Landtagsabgeordnete Gabi Klein, sich mehr für Bildung zu engagieren. Auch die Grundschule Wust in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) empfing einen Gast. Der Landtagsabgeordnete Nico Schulz sagte zu, die ihm von den 52 Schülerinnen und Schülern überreichten Plakate im Landtag auszustellen, um bei den Abgeordneten ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen.
„Die Kinder waren geschockt und aufgerüttelt von den Berichten über die Situation ihrer Altersgenossen, die unter harten Bedingungen arbeiten müssen und deshalb nicht zur Schule gehen können. Es herrschte eine emotional betroffene Lernatmosphäre, die in dem Entschluss gipfelte, dass etwas getan werden muss“, so Frau Masuch, eine Lehrerin aus Berlin, über die Stimmung im Klassenzimmer während der Aktivitäten. „Ich finde die Aktionswoche gut, weil man die Politiker direkt fragen kann. Wenn ich reich wäre, würde ich helfen, dass Kinder zur Schule gehen können“, sagte Cem aus der 6. Klasse. Eine Lobby-Aktion auf nationaler Ebene wird am 16. Juni 2004 stattfinden. Schülerinnen und Schüler aus dem Gauss-Gymnasium und der Friedrich-List-Oberschule in Berlin werden im Bundestag empfangen, um mit Mitgliedern des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Vertretern der Globalen Bildungskampagne über das Engagement der Bundesregierung für „Bildung für Alle“ zu sprechen.
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