Das große Lesen in Hamburg: Hamburger Schülerinnen und Schüler starten mit Prominenten weltweiten Lesemarathon!

23. April 2009, Hamburg: Der Startschuss für den weltweiten Lesemarathon fiel im Curio-Haus in Hamburg. Von der Hamburger Prominenz haben die Schauspielerin Johanna Christine Gehlen und der Reeder Peter Krämer vor der Kulisse eines überdimensional großen Buchs Geschichten aus dem "großen Lesebuch" gelesen. Mit dabei war auch die zweite Hamburger Bürgermeisterin und Bildungssenatorin Christa Goetsch. Das Publikum - über 150 Hamburger Schülerinnen und Schüler - lauschte gespannt. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Tagesschausprecherin Judith Rakers.

Tim-Thilo Fellmer, der selbst erst sehr spät lesen und schreiben lernte, las seine eigene bewegende Geschichte, die ebenfalls im "großen Lesebuch" zu finden ist. Bis ins Erwachsenenalter war er ein funktionaler Analphabet, heute ist er Verleger und Kinderbuchautor, der sich neben seiner Arbeit öffentlich für das Thema „Analphabetismus“ engagiert.

Die Schülerinnen und Schüler der Hamburger Geschwister-Scholl-Gesamtschule konnten mit ihrem „Bildungs-Rap" das Publikum begeistern und die Veranstaltung bereichern.

Alle Anwesenden trugen im Anschluss an die Lesung eine persönliche Botschaft an die Bundesregierung in das Riesenlesebuch ein. „Bildung für alle, damit aus jedem Kind der Welt ein erwachsener Mensch mit Stimme wird", schrieb beispielsweise Johanna Christine Gehlen. Alle Botschaften, die während des Lesemarathons zusammengetragen werden, übergibt die Globale Bildungskampagne im Anschluss Regierungsvertretern.. Sie sollen auf diese Weise mit Nachdruck daran erinnert werden, endlich ihre Versprechen einzuhalten und alles daran zu setzen, dass alle Menschen auf der Welt die Chance auf Bildung erhalten.

Fotos der Lesung in Hamburg 

Der weltweite Lesemarathon ist eine Aktion der Globalen Bildungskampagne. Damit soll auf die verheerende Bildungssituation in armen Ländern hingewiesen werden. Weltweit kann jeder fünfte Erwachsene weder lesen noch schreiben - über 75 Millionen Kinder haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Zudem fehlt es weltweit an rund 18 Millionen Grundschullehrerinnen und -lehrern.

Eine weitere Veranstaltung zum Lesemarathon in Deutschland fand in Berlin statt: Berliner Schülerinnen und Schüler lasen im Paul-Löbe-Haus vor Mitgliedern des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) Geschichten aus dem "großen Lesebuch" und stellten im Anschluss Fragen an die anwesenden Abgeordneten. Mehr dazu hier.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen wird noch bis Ende Mai in hunderten von Schulen in Deutschland aus dem „großen Lesebuch“gelesen. Zudem finden in Theatern, Schulen und Buchläden Lesungen statt. Im Anschluss daran haben die Zuhörer/innen die Möglichkeit, auf dafür vorgesehenen Seiten im Buch eine Botschaft an ihre Regierung zu formulieren. Alle Bücher und Botschaften werden gesammelt und im Vorfeld des kommenden G8-Gipfels an die Bundesregierung übergeben – als Aufforderung, sich endlich mehr für „Bildung für alle“ einzusetzen.

Rund um den Globus wurden mit dem „großen Lesebuch“ Lesungen veranstaltet. Eine Zusammenfassung der weltweiten Aktionen zum großen Lesen können Sie hier nachlesen.

Schulsiegel


 

Highlights vergangener Aktionen