"Immer, wenn wir einen Menschen aus dem Leben in Armut erlösen, verteidigen wir Menschenrechte. Und immer wenn wir versagen, verraten wir Menschenrechte."

Kofi Annan

Die Millennium-Entwicklungsziele

Die Millenium-Entwicklungsziele sind acht Ziele. Sie sollen bis 2015 erreicht werden und basieren auf der Millenniumserklärung des UN-Gipfels 2000.
Der Milleniumsgipfel fand im September 2000 in New York statt. Er war mit 189 teilnehmenden Regierungen der bis dahin größte UN-Gipfel. Das Ziel: Die Teilnehmer/innen wollten Lösungen für die extreme Armut in den armen Ländern des Südens finden - das drängendste Problem des 21. Jahrhunderts. Das Abschlussdokument des Gipfels war die Millenniumserklärung. Aus ihr gingen ein Jahr später die acht Millennium-Entwicklungsziele (MDG) hervor. Die Abkürzung MDG steht für den englischen Ausdruck „Millennium Development Goals“.
Weil Bildung ein wirksames Instrument im Kampf gegen Armut ist, spielen Bildungsziele auch bei den MDGs eine wichtige Rolle. MDG 2 lautet „universelle Grundschulbildung“ und MDG 3 fordert „Geschlechtergerechtigkeit in der Bildung“. Diese zwei Ziele stammen aus den „Bildung für alle“-Ziele (EFA).
Schon heute ist klar: Die Politik muss endlich handeln, und zwar jetzt. Sonst werden viele, wenn nicht alle MDGs verfehlt. Ein Ziel, das definitiv nicht erreicht werden wird, ist das MDG 2 „universelle Grundschulbildung“. Dabei gibt es hier durchaus Erfolge zu verzeichnen. Heute gehen ca. 40 Millionen Kinder mehr zur Schule als noch im Jahr 2000. Das Problem: Diese positive Entwicklung geht viel zu langsam voran. Rund 67 Millionen Kinder können noch nicht in die Schule gehen. (Das entspricht der gesamten Bevölkerung Frankreichs.) Und die Einschulungsraten stagnieren oder sind rückläufig. Hält der jetzige Trend an, bleibt 2015 mehr als 72 Millionen Kindern der Schulbesuch verwehrt.
Die Regierungen dieser Erde tun einfach nicht genug, um die MDGs zu erreichen.

 

Faktencheck für MDG 2 und MDG 3

 

MDG 2: Bis zum Jahr 2015 sollen alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung vollständig abschließen können.

Fakt: Weltweit können rund 67 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule gehen. Mehr als die Hälfte davon sind Mädchen.


MDG 3: Möglichst bis 2005 sollen gleich viele Mädchen wie Jungen eine  Primar- und Sekundarschulbildung bekommen, bis spätestens 2015 sollen beide Geschlechter auf allen Bildungsebenen gleichermaßen vertreten sein.

Fakt: Pro 100 Jungen gehen in armen Ländern nur 95 Mädchen in die Sekundarstufe.

 

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