„Weltklasse! Bildung darf nicht warten“

26 | Juli | 2017

Die bayrischen Schüler*innen sind die Letzten, die sich über den Beginn der Sommerferien freuen dürfen. Das Ende des Schuljahres im Freistaat markiert gleichzeitig das Ende unserer Aktion „Weltklasse Bildung darf nicht warten.“ Seit dem Beginn der diesjährigen Weltklasse!-Aktion am 24. April haben hunderte Schüler*innen bundesweit Politiker*innen aufgefordert, sich für das Recht auf Bildung von Kindern und Jugendlichen in Krisen- und Konfliktregionen einzusetzen.

Zentrale Aktion vor dem Reichstag

Den Start machten die Schüler*innen der Grundschule am Insulaner in Berlin. Beim großen Aktionsauftakt am 25. April vor dem Berliner Reichstag sendeten sie gemeinsam mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein Zeichen an die Bundesregierung, indem sie gemeinsam symbolisch eine Schule aus Kartons wieder aufbauten. Bildung, so die Forderung der Globalen Bildungskampagne, muss nicht nur in der Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch in der humanitären Hilfe einen größeren Stellenwert erhalten, damit Kinder und Jugendliche schnell nach dem Auftreten einer Krise wieder Zugang zu Bildung erhalten.

 

Weltklasse!-Einsatz von Schüler*innen und Lehrer*innen bundesweit

In den darauffolgenden Wochen haben sich Lehrer*innen mit ihren Schüler*innen bundesweit nicht nur intensiv im Unterricht mit dem Thema Bildung in Krisen und Konflikten auseinandergesetzt, sondern ihre Forderungen auch aktiv in die Politik getragen. Sie haben Briefe an die Direktkandidat*innen ihrer Wahlkreise geschrieben und die Politiker*innen aufgefordert, sich im Bundestag für das Recht auf Bildung weltweit einzusetzen. Manche haben die Kandidat*innen sogar in den Unterricht eingeladen und mit ihnen über die Bildungssituation während und nach Krisen diskutiert und ihnen ihre Forderungen direkt mit auf den Weg gegeben. Das vielfältige Engagement der Schüler*innen haben wir in der Rubrik „Botschaften“ zusammengestellt.

Ob die Politiker*innen den Forderungen der Schüler*innen nachkommen werden, wird sich nach der Wahl zeigen. Die Globale Bildungskampagne wird die Situation weiter im Auge behalten und darauf hinwirken, dass die Bundesregierung die richtigen Schritte unternimmt, damit Kinder und Jugendliche ihr Recht auf eine gute , gebührenfreie, inklusive Bildung wahrnehmen können. Wo die deutsche Politik sich verändern müsste, um einen besseren Beitrag zur Bildungsförderung in Krisen und Konflikten leisten zu können, hat die Globale Bildungskampagne in ihren Studie „Bildung darf nicht warten“ dargelegt.