Bildungsaktivistin Muzoon vor einer Tafel

 

Muzoon ist in Daraa im Südwesten Syriens aufgewachsen. Als 2011 der Krieg in Syrien ausbrach, war sie 13 Jahre alt. Zwei Jahre später, 2013, beschloss ihre Familie, das Land zu verlassen.

Die Familie floh in das Nachbarland Jordanien. Dort kam sie im Flüchtlingslager Za’atari unter. Für die Flucht sollte Muzoon eigentlich nur das Wichtigste einpacken. Doch bei der Ankunft in Za’atari stellte ihr Vater überrascht fest, was sich in ihrem Koffer befand. „Schon als Kind wusste ich, dass Bildung der Schlüssel für meine Zukunft war. Deshalb waren meine Bücher auch das Einzige, was ich mitnahm, als wir aus Syrien flohen“, sagt Muzoon.

In Za’atari konnte Muzoon endlich wieder zur Schule gehen. Sie setzte sich dafür ein, dass auch andere Mädchen im Camp die Schule besuchen konnten. Viele Eltern wollten ihre
Töchter nicht zur Schule schicken. Stattdessen sollten diese arbeiten gehen oder früh heiraten. Muzoon ging von Zelt zu Zelt, um mit den Eltern zu sprechen. Sie fand es wichtig, dass auch Mädchen zur Schule gehen könne

Nach eineinhalb Jahren musste ihre Familie Za’atari verlassen und zunächst in ein anderes Flüchtlingslager in Jordanien umziehen. Ende 2015 gehörten sie zu einer Gruppe syrischer Geflüchteter, die nach Großbritannien einwandern durften. Muzoon setzt sich nach wie vor für Kinderrechte ein. Besonders dafür, dass Mädchen überall zur Schule gehen können.

Muzoons Geschichte kann konstenfrei als Faltblatt für den Unterricht bei uns bestellt werden.