Schülerinnen in Nigeria fordern mehr Geld für die Bildung von Mädchen.
Schülerinnen in Nigeria fordern mehr Geld für die Bildung von Mädchen.

 

Salma[1] ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie im Nordosten Nigerias. Im Jahr 2012 mussten sie und ihre Familie ihr Zuhause verlassen. Die Terrororganisation Boko Haram hatte einen Marktplatz attackiert. Viele Menschen waren getötet oder verletzt und ihre Häuser zerstört worden. Salma und ihre Familie flüchteten in einen Nachbarort.

Doch einige Wochen später verübte Boko Haram auch hier einen Anschlag, bei dem Salmas älterer Bruder getötet wurde. Die restliche Familie musste erneut fliehen. Sie machten sich zu Fuß auf den Weg und liefen die ganze Nacht durch. Erst am nächsten Tag konnten sie den Weg mit einem Bus fortsetzen.

Seitdem wohnt die Familie in der Stadt Maiduguri. Hier leben viele Menschen, die vor Boko Haram und dem Terror geflüchtet sind. Salmas Familie musste hier von Neuem anfangen. Sie konnten kaum etwas von zu Hause mitnehmen. Sie hatten kein Geld und konnten deshalb die Schulgebühren nicht mehr bezahlen.

Als älteste Tochter musste Salma auf ihre jüngeren Geschwister auf­passen und ihrer Mutter helfen, Gebäck auf dem Markt zu verkaufen. Aus  diesem Grund hat Salma mehrere Jahre in der Schule verpasst. „Ich war sehr traurig, dass ich nicht zur Schule gehen konnte“, sagt sie. Seit Kurzem läuft das Backgeschäft ihrer Mutter jedoch so gut, dass Salma wieder zur Schule gehen kann. Darüber freut sie sich sehr.

Später möchte Salma Krankenpflegerin werden. Sie hofft, dass in ihrer Heimat­stadt Frieden einkehrt und sie dahin zurückkehren kann.

Salmas Geschichte kann hier als Faltblatt für die Verwendung im Unterricht bestellt werden.

[1] Name geändert