Schüler*innen haben Verständnis für geflüchtete Kinder entwickelt

25 | Juli | 2017
Claudia Meixner von der Kinderpfelgeschule in Vaihingen

 

Frau Meixner hat sich auch in diesem Jahr wieder mit Ihren Schüler*innen der Kinderpflegeschule in Stuttgart-Vaihingen für das Recht auf Bildung stark gemacht. Den Beitrag der angehenden Kinderpfleger*innen zur Aktion "Weltklasse! Bildung darf nicht warten!" finden Sie auf unserer Website hier.

1.) In welchem Fach/in welchen Fächern haben Sie sich mit dem Thema „Bildung in Krisen und Konflikten“ beschäftigt?

Das Thema wurde im Rahmen des Religionsunterrichts behandelt.

2.) Bitte beschreiben Sie kurz, wie Sie die Aktion „Weltklasse! Bildung darf nicht warten“ in den Fachunterricht eingebaut haben?

Zu Beginn des Schuljahres habe ich den Schülern mitgeteilt, dass wir im Rahmen des Religionsunterrichts eine spannende Aktion durchführen werden, in der es darum geht die Lebens- und Lernsituation von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen. Danach habe ich ihnen eine Übersicht zu dem zeitlichen Ablauf und den einzelnen Themen ausgeteilt. Die Schüler durften wählen, welche Themen sie besonders interessieren. Im Religionsunterricht (2 Wochenstunden) haben die Schüler sich in Einzelarbeit und Gruppenarbeit intensiv damit auseinandergesetzt. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten und im Schulgebäude ausgehängt.

3.) Welche Informationen und Materialien haben Ihnen dabei geholfen?

Die Broschüre der Globalen Bildungskampagne, Zeitschriften vom Don Bosco Verlag, Internetseiten von den kirchlichen Hilfswerken Misereor und Brot für die Welt und dem Kinderhilfswerk Plan international

4.) Auf welche Herausforderungen sind Sie gestoßen?

Bei einzelnen Schüler*innen gab es anfängliche Vorbehalte und auch Vorurteile gegenüber Flüchtlingen. Doch die Schüler*innen haben erkannt, dass die Beschäftigung mit dem Thema für ihre spätere Arbeit in den Kindergärten notwendig und hilfreich ist.

5.) Wie groß war der zeitliche Aufwand?

Die Aktion wurde innerhalb von 12 Unterrichtsstunden durchgeführt.

6.) Was haben Ihre Schüler*innen durch die Teilnahme an der Aktion gelernt?

Die Schüler*innen haben gelernt, dass es nicht selbstverständlich ist, in Frieden und Sicherheit zu leben und zu lernen. Sie haben die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Kindern in armen Ländern verglichen. Sie haben Verständnis für die Situation von Flüchtlingskindern entwickelt und Kompetenzen im Umgang mit ihnen erworben.

7.) Könnten Sie sich auch vorstellen, Politiker*innen in die Schule einzuladen und gemeinsam mit Ihnen im Unterricht zu diskutieren?

Wir planen das für das nächste Schuljahr.